| Lizenz: | ESV-Lizenz |
| ISSN: | 2366-2913 |
| Ausgabe / Jahr: | 5 / 2026 |
| Veröffentlicht: | 2026-09-30 |
+++ Vereinssterben oder neue Gründungsdynamik +++ Gut aufgestellt ist kein Zufall +++
im Gespräch mit Markus Heuel, Herausgeber von Stiftung & Sponsoring
Was kannst du gut, was anderen nützt? Mit dieser Leitfrage führt das Programm sozialgenial der Stiftung Aktive Bürgerschaft junge Menschen über den Schulunterricht an bürgerschaftliches Engagement heran.
Wir erleben einen rückläufigen Spendenmarkt bei weiterhin ungebrochen hohen Stiftungsgründungen. Gleichzeitig wächst das Vermögen und damit auch das philanthropische Kapital, das zur Verfügung gestellt werden kann. Doch genau dieses zunehmende Kapital kommt nicht in gesellschaftliche Wirkung, wird weder gespendet noch gestiftet oder in Impact investiert.
„Die Kolleg*innen arbeiten sehr unterschiedlich intensiv mit der KI. […] Es fehlt an einer konkreten und strategischen Einführung von KI in spezifische Arbeitsprozesse.“ Diese Stimme aus der Jahresbefragung 2026 des Bundesverbandes Deutscher Stiftungen verweist auf einen zentralen Befund: Die praktische KI-Nutzung ist in vielen Stiftungen bereits weiter fortgeschritten als ihre organisationale Verankerung.
Stiftungen funktionieren durchweg zivil. Immerhin sind ihre Rechtsverhältnisse im Bürgerlichen Gesetzbuch geregelt. Und in den letzten Jahren schienen sie zu Themen der Landesverteidigung und des Militärs meist ein distanziertes, skeptisches, wenn nicht ablehnendes Verhältnis entwickelt zu haben.
Da ist die Stiftung, deren Gründer mit dem neuen Vorstand nicht zurechtkommt und damit droht, an die Öffentlichkeit zu gehen. Da gibt es die gemeinnützige Organisation, deren Geschäftsführerin einen unbedachten Beitrag auf LinkedIn veröffentlicht hat. Und da ist die Jugendorganisation, die es versäumt hat, ihre eigene Geschichte aufarbeiten zu lassen – bis andere es für sie tun.
Individuelles menschliches Handeln ist begrenzt – sowohl in räumlicher als auch zeitlicher Dimension. Ab dem 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung werden im antiken Griechenland philanthropische Aktivitäten nachweisbar, bei denen die Motivation, den persönlichen Handlungshorizont zu überwinden, erkennbar ist.
Seit nunmehr 20 Jahren nimmt das Thema Geld einen zentralen Platz im Schaffen des in Berlin lebenden Künstlers Sebastian Siechold ein. Geboren 1982 in Quedlinburg, studierte er von 2003 bis 2009 freie Kunst und Bildhauerei an der Kunsthochschule Weißensee in Berlin und war anschließend Meisterschüler bei Prof. Else Gabriel.
Jede Organisation hat typische Schwachstellen: wenige Personen mit viel Wissen, hohe persönliche Nähe, wenig Zeit für Kontrolle, unklare Dokumentation, Interessenkonflikte, unklare Vertretungs- oder Freigaberegeln, Vertrauen in Personen statt Vertrauen in Verfahren. Nonprofit-Governance soll dem entgegenwirken und vor Fehlverhalten schützen.
Inwieweit politische Betätigung mit Gemeinnützigkeit vereinbar ist, beschäftigt zwar nicht oft, aber immer wieder und dann aber mit großer Wirkung die Gerichte. Aktuell liegt die Verfassungsbeschwerde der NGO Attac in Karlsruhe und harrt einer Entscheidung. Der folgende Beitrag wirft Schlaglichter auf Status quo und Reformdebatte.
Dass der letzte Wille häufig auslegungsbedürftig ist, hat schon den Gesetzgeber veranlasst, Regeln in das Gesetz zu übernehmen, wie im Zweifel der Wille des Erblassers zu verstehen ist (§§ 2066, 2068, 2084 BGB). Die Zahl auslegungsbedürftiger Testamente ist nicht zuletzt wegen komplizierterer personenrechtlicher Beziehungen über die Jahre kontinuierlich angestiegen.
Stiftungsvorstand ohne Sozialversicherungspflicht? Maßgeblich ist die tatsächliche Ausgestaltung der Tätigkeit
SG Münster, Urteil vom 20.11.2025 – S 14 BA 13/25
Fristsetzung nach § 63 Abs. 4 AO – Auflagenbescheid eröffnet keine vorgezogene gerichtliche Klärung
BFH, Urteil vom 4.12.2025 – V R 25/23
+++ Sonderausstellung „Beethoven by Warhol“ +++
+++ Werner-Otto-Preis 2027: 30.000 Euro für Hamburgs Parasport +++ Gemeinsam älter – Gemeinsam stärker +++ Ein regionales Leuchtturmprojekt +++
Wo moralische Ansprüche, verteilte Mandate und hoher Reputationsdruck aufeinandertreffen, stoßen klassische Managementmodelle an ihre Grenzen. Führung schrumpft dann zur Krisenmoderation, der gemeinsame „Klangraum“ der Organisation bricht weg. Der Beitrag analysiert die Konfliktanatomie von Stiftungen, Verbänden und CSR-Partnerschaften und entwickelt eine dreistufige Wirklogik: Handwerk, Haltung im Sinne eines professionellen Mindsets und – für festgefahrene Lagen – der Führungslotse als unabhängige Governance-Ressource mit Senioritätskompetenz. Komplexität erscheint dabei nicht als Störung, sondern als Normalfall, den methodische Strenge und Vertrauen in wirksame Entscheidungen übersetzen können.
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